Dienstag 16. Februar 2010
Bahn will auf Anglizismen verzichten
»Kiss & Ride« hießen Kurzparkzonen bis dato auf einigen Bahnhöfen, was so viel wie »Küssen & Wegfahren« heißt. Ausnahmsweise mal ein richtig netter Anglizismus, den auch noch fast jeder verstehen dürfte. Anders als beispielsweise den berüchtigten englischen Werbeslogan »Come in and find out«, der allgemein mit »Komm rein und finde wieder raus« übersetzt wurde. Mit dem Küssen auf Bahnhöfen dürfte es nun aber bald vorbei sein, zumindest in den Kurzparkzonen. Denn ein Lehrer aus dem bayerischen Straubing hat sich mithilfe des Bundestags- abgeordneten Ernst Hinsken beim Bahn-Chef Rüdiger Grube über den »missverständlichen« Begriff beschwert, der Rotlicht auf der Straße suggeriere, und angefragt, warum man denn keine deutschen Begriffe verwenden könne. Worauf Grube vermelden ließ, man werde zukünftig sparsamer mit Wendungen und Wörtern in englischer Sprache umgehen. Und verwende beispielsweise bereits seit längerer Zeit wieder den deutschen Begriff »Schalter« statt des englischen »Counter« sowie »Service-Rufnummer« statt »Hotline« und »Broschüre« statt »Flyer«. Bei der »Bahncard« und dem »Call a bike« soll es aber bleiben.
Mehr dazu in einem Artikel der SZ ...
Samstag 16. Januar 2010
Ohne Akquise akquirieren
Sie hassen Kaltakquise? Ihnen kräuseln sich die nicht vorhandenen Nasenhaare, wenn Sie daran denken, Fremde anrufen zu müssen, um ihnen Ihr wundervolles Produkt oder Ihre Dienstleistung wie sauer Bier anpreisen zu müssen. Klar wissen Sie, dass Klappern zum Handwerk gehört, aber irgendwie haben Sie dabei doch das Gefühl, dass Eigenlob stinkt.
Sie können die Akquise nun natürlich an eine Telefonmarketingagentur delegieren, aber vielleicht hilft Ihnen auch das Buch Hervorragend positioniert von Elke Fleing und Momo Evers. Kürzlich fiel mir das Buch der beiden Marketingspezialistinnen, die übrigens auch Kolleginnen aus dem Texttreff-Netzwerk wortstarker Frauen sind, in die Hände.
Wer sich keine Marketing-, Werbe- oder Presseagentur oder interne Marketingmitarbeiter leisten will oder kann, der findet hier ein Zwanzigerpack derjenigen Marketingmethoden, die einem kleineren Unternehmen »Sogkraft« verleihen. Und Kunden dazu bringen, von sich aus auf einen zuzukommen. Vom Elevator Pitch bis zum Empfehlungsmarketing, von der PR bis zum Weblog, vom Sponsoring bis zum Guerilla Marketing ist alles dabei. So wenig Theorie wie nötig und so viel Praxistipps wie möglich machen es dem Gründer, Freiberufler oder Kleinunternehmer leicht, sich in die Materie hineinzudenken. Beispiele, Empfehlungen und Links inspirieren zum sofortigen Aufstellen eines Marketingplans. Ich als alte Häsin kannte natürlich schon das Meiste, doch als Junghäsin hätte ich mir genau so ein Buch gewünscht.
Hervorragend positioniert
von Elke Fleing und Momo Evers
ISBN: 978-3636014528
Redline Wirtschaftsverlag
Samstag 9. Januar 2010
Würzigeres Marketing
Marketing ist ein weites Feld. Im Mix von Product, Price, Place, Promotion gibt es eigentlich nicht Neues mehr. Und auch die neuesten Promotionmethoden im Web 2.0 oder im viralen Guerillazirkus sind für den Profi schon nichts Besonderes mehr.
Okay, wer nicht wirbt, der stirbt. Aber seien wir mal ehrlich: Allzu oft finden wir eine Werbung peinlich. Sind genervt von direktem Angequatschtwerden per Brief, Mail-Newsletter oder im Geschäft. Nehmen Sponsoring im Stadion oder Konzert gar nicht mehr wahr. Und in den Medien wollen wir lieber News hören, sehen oder lesen, als schon wieder den neuesten Quatsch über Unternehmen X. Das ist nun natürlich ein bisschen schwarz gemalt. Aber bei der heutigen Medienkompetenz der Menschen kann es nicht schaden, sich ein bisschen Gedanken über ein würzigeres Marketing zu machen.
Genau das hat Marketingfachfrau Heide Liebmann zusammen mit einem doppelten Dutzend Kommunikationsspezialisten in ihrer weihnachtlichen Blogparade unter dem Titel Mehr Würze ins Marketing gemacht.
Alle Artikel sind hier in Heide Liebmanns Blog online zu lesen und können dort demnächst auch als E-Book heruntergeladen werden.
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