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Texte-/n mit Herzblut II

Endlich geht's weiter mit dem zweiten Happen meines Fachbeitrags »Texte-/n mit Herzblut« (einfach hier klicken und lesen) aus dem »Schreibbuch – ein Handbuch für alle, die professionell schreiben«. Wer den ersten Happen noch nicht probiert hat, kann sich hier daran gütlich tun. Oder auf der Webseite www.das-schreibbuch.de herumstöbern. Oder einfach hier die Printversion kaufen.


Texte/-n mit Herzblut, TEIL II
von Sarah Ines Struck

» zurück zu TEIL I

(...)

INS HERZ DER STORY ZIELEN

»So braucht sie denn, die schönen Kräfte,
Und treibt die dichtrischen Geschäfte,
Wie man ein Liebesabenteuer treibt.
Zufällig naht man sich, man fühlt, man bleibt,
Und nach und nach wird man verflochten;
Es wächst das Glück, dann wird es angefochten,
Man ist entzückt, nun kommt der
Schmerz heran, Und eh man sich’s versieht,
ist’s eben ein Roman.«
Johann Wolfgang von Goethe


Suchen Sie den Pulsschlag Ihrer Story, die Seele Ihrer Erzählaufgabe. Fordern Sie sich selbst heraus. Egal, was am Anfang steht. Sei es ein mit Superlativen vollgeballerter Produkttext, aus dem ein Slogan mit einer echten Botschaft oder ein Knaller für die Presse werden soll, sei es ein Satz aus einem Revolverblatt, aus dem ein Ratgeber für alle Lebenslagen oder ein Krimi für schlaflose Nächte entstehen soll. Lokalisieren Sie den Samen Ihrer Geschichte. Sie schweben im Nichts. Schwimmen zugleich in einem Meer voller Ideen. „Banalitäten“, werden Sie sagen. „Nichts Neues, alles schon einmal gesehen, gelesen, geschrieben.“ Sie haben Recht, es gibt wenig Neues auf der Welt: Da sind die Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen, die einander oft wie ein Ei dem anderen ähneln. Da sind die archetypischen Plots zwischen Physis und Psyche, Action und Sinn des Lebens, die Masterplots von Suche, Abenteuer, Verfolgung, Rettung, Flucht, Rache, Rätsel, Rivalität, David gegen Goliath, Versuchung, Metamorphose, Verwandlung, Reifung, Liebe, verbotener Liebe, Opfer, Entdeckung, Grenzerfahrung, Aufstieg und Fall.

Ihre Grundaufgabe ist es, den Keim Ihrer Geschichte zu finden, die Botschaft, die Sie ins Hirn Ihres Lesers pflanzen wollen, den Grundkonflikt, den Plot, die dramatische Situation Ihrer Story: Produkt A ist besser als Produkt B – und wenn auch nicht unterscheidbar von Produkt C, hat es doch mehr Lifestyle. Ben liebt Anna, aber Anna liebt Christoph, der wiederum Dora liebt, die Ben liebt. Tag für Tag schwirren unzählige kleine und große Reize, Informationen, Ereignisse in einem ungeordneten Wirrwarr an Ihnen vorbei. Eines davon ist der Samen Ihrer Geschichte. Um ihn keimen zu lassen, müssen Sie das Besondere herausdestillieren. Nicht das Neue, Oberoriginelle, sondern die Variation des Bekannten, die Verquickung altbekannter Tatsachen zu etwas Ungewöhnlichem. Suchen Sie den einen einfachen Satz, der den Grundkonflikt Ihrer Geschichte in sich trägt.

Es gibt kein Patentrezept, mit dem Sie den Grundstoff Ihrer Geschichte finden. Aber Techniken. Wenn Ihr Hirn leer bleibt, nutzen Sie Kreativitätstechniken. Brainstorming, um auch die verrücktesten Ideen einzufangen, Clustering und Mindmapping, um zum Eigentlichen zu kommen. Mehr über diese Techniken finden Sie zum Beispiel in den Büchern von Bayerl und Rico (siehe Literaturliste). Vor allem aber: Lassen Sie sich Zeit. Recherchieren Sie zunächst an der Oberfläche, stichprobenartig. Durchstreifen Sie Ihr Grundthema von der Historie bis zum Status quo. Machen Sie sich allgemeine Notizen zur Vorgeschichte, dem Hintergrund Ihrer Story. Aber weichen Sie jetzt noch nicht vom Weg ab. Nebenschauplätze und Detail-Ideen notieren Sie sich unbedingt für später. Konzentrieren Sie sich zuerst auf das Wesentliche: auf Ihren roten Faden. Denn wenn Sie an diesem Punkt schludern, bleibt Ihre Geschichte blutlos. Und Sie wollen doch Herzblut pur für sich, Ihre Geschichte und Ihre Leser.

(...)

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»dieTextorin« | 08. April 2008, 10:04

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