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Texte-/n mit Herzblut IV

Yep, hier ist nu der vierte Happen meines Fachbeitrags »Texte-/n mit Herzblut« (einfach hier klicken und lesen) aus dem »Schreibbuch – ein Handbuch für alle, die professionell schreiben«. Wer die bisherigen Häppchen noch nicht probiert hat, kann sich hier Appetit holen. Oder auf der Webseite www.das-schreibbuch.de herumstöbern. Oder gleich kaufen.


Texte/-n mit Herzblut, TEIL IV
von Sarah Ines Struck

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(...)

SPIELERISCH AGIEREN

Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit? Als der Himmel für Sie gelb war und der Rasen lila, als Sie leblose Gegenstände mit Ihrer Fantasie zum Leben erweckten, als Sie in einer Orangenkiste auf Piratenfahrt gingen, als Ihre Stofftiere Stimmen hatten – und das Spiel Realität war. Denken Sie daran. Holen Sie das Kind aus sich heraus. Denken Sie daran, was in Ihren nächtlichen Träumen alles möglich ist. Vergessen Sie Vorschriften und Vorgaben. Denn gutes Erzählen braucht den Spieltrieb – sei es nun Storytelling für ein Unternehmen oder Prosa für einen Roman.

Puzzeln Sie: Machen Sie Schüttelreime aus Ihren Sätzen. Werfen Sie wie bei einem Puzzlespiel Syntax- und Handlungselemente durcheinander, um sie außerhalb alltäglicher Logik neu betrachten zu können. Vielleicht kennen Sie ja das Kinderspiel »Max und Anna sitzen lustig in der Badewanne«, bei dem vier Spielteilnehmer nach dem Vorbild des namengebenden Satzes jeweils Subjekt, Prädikat, Adverb und Objekt auf ein geknicktes Stück Papier schreiben, ohne zu sehen, was die Mitspieler geschrieben haben, um am Ende einen manchmal sinnfreien, aber oft auch überraschend treffenden Satz zu lesen. Spielen Sie so oder anders mit den Elementen Ihrer Story. Lassen Sie die Logik erst einmal außen vor, um die kümmern Sie sich später beim Redigieren. Jetzt puzzeln Sie erst einmal und finden Sie dabei neue Kombinationsmöglichkeiten.

Wechseln Sie die Perspektive: Versetzen Sie sich – und damit auch Ihre Figur oder den Blickwinkel Ihres Sachthemas – in eine ungewöhnliche Perspektive, auch dann, wenn die Perspektive Ihrer Story schon feststeht. Setzen Sie sich einen anderen Hut auf. So erhalten Sie ungeahnte Einblicke.

Legen Sie falsche Fährten: Probieren Sie das dramatische Prinzip des »roten Herings« aus: Lassen Sie einen Köder vor der Nase Ihrer Figuren und Ihrer Leser baumeln, führen Sie sie auf falsche Fährten, um die dramatische Situation dann überraschend aufzulösen.

Inszenieren Sie Rollenspiele: Werfen Sie sich und Ihre Figuren in ungewöhnliche Situationen hinein, die mit Ihrer Story erst einmal gar nichts zu tun haben müssen. Vielleicht machen Sie das sogar ganz real, zum Beispiel mit der Technik der so genannten Familienbeziehungsweise Systemaufstellung, bei der Sie reale Personen als Stellvertreter Ihrer Figuren intuitiv in einem Raum platzieren, die sich dann aufgrund der sich entwickelnden Dynamik nach einiger Zeit so fühlen wie die von ihnen dargestellten Personen. Oder Sie nehmen sich ganz einfach einen Kollegen oder Freund als Sparringspartner.

» Drama, das ist das Leben ohne die langweiligen Momente.«
Alfred Hitchcock


Probieren Sie dramatische Situationen aus: Testen Sie, wie Ihre Figuren in verschiedenen Situationen reagieren. Für den Fall, dass Ihnen nicht gleich etwas einfällt, empfehle ich Ihnen Tiegers Liste von 36 dramatischen Situationen mit zahlreichen Ideen für Wendepunkte, Krisen und Konflikte einer Story. Hilfreich bei der Entwicklung von dramatischen Situationen ist auch die Kreativitätstechnik Clustering, wie sie im Buch von Rico beschrieben ist (beide Bücher finden Sie in der Literaturliste).

(...)

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»dieTextorin« | 05. Mai 2008, 09:05

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