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ß wird erwachsen

Rechtschreibreformer wollten den 27. Buchstaben des deutschen Alphabets schon abschaffen, die Schweizer benutzen ihn sowieso nicht. Auch viele Deutsche glauben, die neue Rechtschreibung hätte dem Esszett den Garaus gemacht und schreiben, welch ein Graus, Strasse statt Straße, obwohl letztere Variante sowohl nach alter wie nach neuer Rechtschreibung die richtige ist. Die Regel lautet, nach langen Vokalen oder Diphthongen wie ei, au, eu folgt das ß, nach kurzen Vokalen ss. Es sei denn, es wird groß geschrieben, dann hieß es STRASSE.
Der b-ähnliche Buchstabe, der bisher nur als Kleinbuchstabe existierte, lässt sich eben doch nicht so leicht aus der deutschen Ortografie vertreiben.
Jetzt soll er sogar einen großen Bruder bekommen. Diskutiert wird schon seit 1879 darüber, ob das Esszett auch als Großbuchstabe verwendet werden darf oder soll. Typografen und Germanisten stritten sich darüber. Ein DDR-Duden der fünfziger Jahre proklamierte ihn sogar schon einmal offiziell.
Jetzt hat sich auf Initiative des Deutschen Instituts für Normung (DIN) die Internationale Organisation für Normung (ISO) der Sache angenommen und das versale Esszett eigenmächtig zertifiziert (ISO/IEC 10646).
Der Duden bestätigt das zwar (noch?) nicht. Auch in den meisten Schriftarten fehlt das Versal-Esszett noch. Und auf der Computertastatur gibt es das erwachsene Esszett sowieso nicht (was sich allerdings mit einem Tastaturtreiber beheben lässt). Aber im Unicode-Zeichensatz ist es nun als U+1E9E enthalten.
Den Rat für deutsche Rechtschreibung ficht das nicht an, er schließt eine neue Rechtschreibreform für das große ß aus. Aber: »Die Menschen werden entscheiden, ob sie es verwenden« wie Kerstin Güthert, Geschäftsführerin des Rats sagt.
Sprache ist schließlich ein lebendiger Organismus; die Menschen, die sie sprechen, verändern sie, oder auch nicht. Und wenn Sprachrat und Duden dem folgen, wird daraus eine Rechtschreibregel. Wir werden sehen ...




»dieTextorin« | 24. Juli 2008, 13:07

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